Inner Reflections

Inner Reflections

Eine Ausstellung mit Veronika Burger, Sam Gora und Hadas Emma Kedar

12. bis 26. März 2021

Artist-Talk am 19. März, um 19 Uhr

Wichtiger Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Einschränkungen in Folge der Covid19-Pandemie, findet diese Ausstellung ausschließlich als Schaufensterausstellung mit der Installation von Sam Gora statt. Einzelne Videoarbeiten von Veronika Burger und Hadas Emma Kedar werden online präsentiert und können während der Ausstellungslaufzeit über die Website des nachtspeicher23 aufgerufen werden www.nachtspeicher23.hamburg  

Online Artist Talk mit Videostreaming
Freitag, den 19.03.2021, um 19 Uhr
Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Voranmeldung unter info@nachtspeicher23.hamburg

Gemeinsam mit den Künstler*innen schauen wir uns ihre Arbeiten der Ausstellung an und gehen der Frage nach, inwieweit der Blick auf und in die privaten Sphären bereichernd für die Künste im allgemeinen, aber auch für die Künstler*innen selbst sein kann. Genderpolitische Fragestellungen werden dabei genauso eine Rolle spielen, wie der Blick auf Künstler*innenschaft in Corona-Zeiten und weitere spannende Themen.
Falls Sie uns bereits im Vorhinein Fragen an die Künstler*innen zukommen lassen möchten, können Sie dies in einer E-Mail an info@nachtspeicher23.hamburg mit dem Betreff „Artist Talk“ tun.

In den letzten Monaten der Pandemie waren wir alle in ganz besonderer Weise auf uns selbst zurückgeworfen. Fragen nach der eigenen Zukunft wurden größer, Unsicherheiten wuchsen, Menschen mussten zuhause bleiben: für die einen Segen, für die anderen Fluch. So oft wie selten zuvor wurden wir in Video-Calls zu Beobachter*innen unserer Selbst beim Sprechen. All jene Erfahrungen und Beobachtungen bewogen die drei Künstler*innen der kommenden Ausstellung im nachtspeicher23 dazu, von ihrer ursprünglich geplanten Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichtsschreibung im Allgemeinen abzurücken und sich stattdessen in der Schaufenster- und Onlineausstellung Inner Reflections Orten des Privaten zu widmen.

In ihrer raumfüllenden Installation verwendet Sam Gora alte, geschwärzte Fenster als Bildträger und macht sich ihre Eigenschaft als Schwelle zwischen innen und außen / privat und öffentlich zunutze. Schaut man durch das Schaufenster der Galerie, so ergeben freigekratzte Spuren auf den hintereinander hängenden Fensterscheiben als Gesamtansicht den Umriss eines großen Küchenmessers. Getaucht in kaltes weißes Licht, wird es als ‚Arbeitsutensil‘ des weiblich konnotierten Raums ‚Küche‘ zum Symbol für die Gewalt, die in diesen privaten Räumen vonstattengehen kann – ein Verweis auf die seit Beginn des Lockdowns zunehmenden Fälle von Häuslicher Gewalt.

Weniger explizit beschäftigt sich Hadas Emma Kedar in ihrer Videoarbeit mit der Macht der Konfrontation mit dem Persönlichen. Ihr künstlerisches Forschungsprojekt Recorded Identities: Experience of reflective recording (2017) agiert an der Schnittstelle zwischen digitalen Medien, Kunst, Psychologie und Film und führt den Zuschauer*innen das selbstreflexive Potenzial von Videoaufnahmen der eigenen Person vor Augen. Im Rahmen eines Workshops 2017 an der Universität Aalborg, Dänemark, wurden einzelne Teilnehmer*innen eingeladen, vor einer Videokamera über sich selbst zu sprechen. Das Set schuf eine so intime Umgebung für die Protagonist*innen, dass sie auf bewegende Weise Mut zur Selbstreflexion vor laufender Kamera fassten. Während eines der präsentierten Videos einen dokumentarischen Überblick über den Prozess des Workshops gibt, zeigen weitere Kurzvideos einzelne persönliche Begegnungen der Protagonist*innen mit sich selbst vor der Kamera.

Veronika Burger hingegen gibt uns auf ganz andere Weise Einblicke in ihre eigene Privatsphäre. In der Videoarbeit songs of fortune (2015) beleuchtet sie ihre eigene Identität als Künstlerin und nimmt die Zuschauer*innen mit auf die Reise zu Wahrsagerinnen, die ihr die künstlerische und finanzielle Zukunft vorhersagen sollen. In musikalischer, opernhafter Form wiedergegeben, dreht sich der Text aus dem Off um die Sprache immaterieller und affektiver Arbeit sowie um die Optimierung der eigenen Arbeitskraft im prekären Feld der Kunst und Kultur. Die Kontrastierung von Einzelstimme und Chor verstärkt die Inszenierung des Textes und erzeugt dort Körperlichkeit, wo keine Körper zu sehen sind.

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Veronika Burger wurde 1981 in Wien geboren. Studium der Bildenden Kunst an der Akademie der Bildenden Künste und Mediengestaltung an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitet als freischaffende Bildende Künstlerin, Filmemacherin, Fotografin, Lektorin, Lehrende und als Kulturarbeiterin in verschiedenen Kollektiven. Ausstellungen/Preise/Stipendien u.a.: Förderungspreis für Bildende Kunst, Wien; Theodor Körner Preis für Bildende Kunst, 2019; Artist in Resident an der School of Arts in Chicago, USA, 2019. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Sam Gora wurde 1987 in Rendsburg geboren. Lehramtsstudium der Bildenden Kunst und Englisch, sowie Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Leiterin der Kunstwerkstatt »Farbfabrique« des Vereins Gängeviertel e.V.. Ausstellungen u.a.: »Art creates Water«, Millerntor Gallery # 7, Hamburg, 2017; Yerevan Urban Art Festival, Armenien, 2018; »House-Hold-My-Body«, mom art space, Hamburg, 2019. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Hadas Emma Kedar wurde 1985 in Israel geboren. Videokünstlerin, Lehrerin für Video und Schnitt, derzeit Doktorandin im Bereich Gesundheits- und Wissenschaftskommunikation an der Universität Hamburg. Frühere Filmkritikerin und TV Moderatorin. Studium BfA Kunst und BA ed. Kunstpädagogik in Israel; MA Media Arts Cultures in Österreich, Dänemark und Polen. Awards & Selections u.a.: Official Selection The Thomann In(ter)vention, GRRL HAUS CINEMA, Berlin, sowie Kraljevski Filmski Festival, Kraljevo, Serbien 2018. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.